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Leseprobe


Die Gegenwart

Das Resi ist in Weimar eine Institution. Hierher führt man seine Gäste, hierher kommt man, wenn man neu ist in der Stadt, aber nicht fremd bleiben möchte. Hier trifft man sich zum Rendezvous, trifft Freunde und Kollegen oder genießt einfach nur eine Tasse italienischen Kaffee. Sitzt man länger als einen Tag am Grünen Markt 4, lernt man Weimar vielleicht besser kennen als man es anderswo könnte. Hier lebt Erinnerung und Gegenwart. Resi - das ist so etwas wie eine Liebesgeschichte zwischen der Stadt und ihrem Café.

Die Gäste können wählen unter 150 Plätzen, je nach Stimmung und je nachdem, wie voll es ist. Schnell besetzt sind immer die Korbsessel im Wintergarten, den aber viele Veranda nennen. In mancher Nische kann man sich zurücklehnen, in den Tag träumen oder sich heimlich (vorerst) verabreden, ohne gleich bemerkt zu werden. Da Weimar sehr klein ist, wird alles schnell registriert. Möchte man gesehen werden oder beobachten, dann sollte man sich gut postieren an den Tischen im Kaffeehausstil. Platz nehmen kann man auch im Rosa Salon, gleich links neben dem Eingang, an der Bar, und, wenn es voll ist, auch im gemütlichen Goethezimrner. Mit 20 Plätzen wird es vorwiegend für geschlossene Veranstaltungen genutzt.

Die neuen Betreiber knüpfen an alte Traditionen an. Daß Jörg Sannemann und Günter Dimmig ursprünglich aus Würzburg kommen, hat nichts mit dem Brief von Goethe zu tun, der 1808 an seine Frau schrieb»zugleich wünsche ich mir ein paar Würzburger ...« Damit meinte er seinen Lieblingswein, den »Würzburger Stein«.

Wenn die Uhr vom nahegelegenen Schloßturm acht Uhr schlägt, öffnet sich die Tür für den ersten Gast. Bevor sie ins Büro gehen, frühstücken sie hier, Architekten, Büroangestellte, Handelsreisende. Bei klassischer Musik gibt es für viele Gäste keinen besseren Ort, um den Tag zu beginnen. Später kommen Schüler, Studenten, Freiberufler, Professoren, Touristen und Künstler. Das Café verbindet alle Generationen. Ein wenig fehlen nur die alten Damen, die bei Kaffee und Torte den Hut nicht abnehmen. Viele, die über Jahrzehnte nicht dagewesen sind, vermissen die erste Etage. Dort ist heute ein Asia-Restaurant ansässig. Trotz dieser Einschränkung ist das Resi das Café der Stadt geblieben.

Der Abend hat, neben vorwiegend jungen Leuten, ein festes Stammpublikum. Für viele gilt das umgeschriebene Gesetz: »Wer mich sucht, findet mich im Resi«. Ein Stammgast ist Michael von Hintzenstern, der das Ensemble für Intuitive Musik Weimar leitet.


Resi kommt von Residenz

Das Residenz-Café, kurz Resi, verdankt seinen Namen der Nähe zur Residenz der Großherzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach. Ein kleiner Platz ist der Bastille vorgelagert und stellt über die Gasse »Am Markt« die Verbindung mit dem ehemaligen Eingang zum Schloß her. Die Torfeste des Schlosses gehörte schon zur alten Wilhelmsburg und wurde 1430 bis 1560 erbaut. Der Turm 1730 neu aufgesetzt, ist aber in seinem mittelalterlichen Unterbau ursprünglich belassen.

Der Bau des herzoglichen Schlosses stand 1790 übrigens unter Leitung des jungen Legationsrates Johann Wolfgang Goethe.

Gegenüber dem Residenz-Café befindet sich das sogenannte Gelbe Schloß. Der Bau des Gebäudes wurde von Herzog Johann Ernst III. im Jahre 1702 begonnen. Als Witwensitz für dessen Gemahlin Charlotte Dorothea Sophie, Herzogin zu Sachsen, Landgräfin zu Hessen-Homburg. Darauf deuten noch heute die Buchstaben C. D. S. D. S. L. H. H. Sie stehen für »Charlotta Dorothea Sophia Ducatrix Saxonia Landgrafia Hasso-Homburgensis 1704«.

Während des großen Brands vom November 1834 waren sieben Häuser am damaligen Burgplatz zerstört worden. Das gab Gelegenheit zur Neugestaltung des Platzes. Bis 1839 schließlich ist die Häuserzeile wieder aufgebaut worden. Dort, wo heute das Residenz-Café steht, befand sich im 18. Jahrhundert die Alte Hauptwache. 1764 erbaut, wurde sie 1838 abgerissen. Noch im gleichen Jahr wurde die Neue Hauptwache, östlich an das Gelbe Schloß grenzend, vom großherzoglichen Militär bezogen. Bis zum Ende des ersten Weltkriegs befand sich dort ein Wachkommando des ehemaligen 5. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 94.

Wie es mit dem Resi weitergeht? Einfach das Buch bestellen und das Lesevergnügen findet seine Fortsetzung.
Falls es Sie aber zu einem Besuch des netten Cafés lockt, dann können Sie ja schon mal vorab auf seinen Internetseiten schauen: Unter www.residenz-cafe.de werden Sie fündig.

Verlag city-communication Jörg Sannemann
Neubaustraße 2
97070 Würzburg
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